Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug

7. September 2017

[Artikel von LAGFA Sachsen-Anhalt e.V. mit freundlicher Genehmigung übernommen:]

Integration und Teilhabe fördern – Perspektiven eröffnen

Fast 180 junge Geflüchtete in Sachsen-Anhalt haben seit Dezember 2015 einen Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug begonnen und engagieren sich ehrenamtlich in gemeinnützigen Einrichtungen.

„Teilhabe am Vereins- und Verbandsleben eröffnet Chancen, die sprachliche und gesellschaftliche Integration voranzutreiben. Mitgestaltungsmöglichkeiten stärken das solidarische Miteinander und das Gefühl, angekommen zu sein“, sagt Integrationsbeauftragte Susi Möbbeck in einem Fachgespräch mit Vertreter*innen von Bundespolitik, Bundesfamilienministerium und Einsatzstellen sowie aktiven Bundesfreiwilligen, das am Freitag [25. August] in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt in Berlin stattgefunden hat.

Bundesfreiwilligendienstleistende engagieren sich in Sachsen-Anhalt in Kommunen, Kirchgemeinden, Wohlfahrtsverbänden oder Sportvereinen. Sie leisten ganz praktische Unterstützung für Integration, indem sie Geflüchtete in Alltagsfragen unterstützen, sie zu Ärzten und zu Behörden begleiten und bei der Erstorientierung helfen. Immer häufiger sind es Geflüchtete selbst, die sich als Bundesfreiwillige für das Gemeinwesen engagieren und somit zur interkulturellen Begegnung beitragen.

„Bundesweit viel beachtet ist der hohe Anteil von Geflüchteten im BFD-Sonderprogramm in Sachsen-Anhalt. Dieser liegt bei ca. 40 Prozent, in den Großstädten des Landes sogar deutlich darüber“, betont Möbbeck, Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration in Sachsen-Anhalt. „Wir sind deshalb gut beraten, erfolgreiche Ansätze auch weiterhin zu unterstützen.“

Dr. Heiko Geue, Leiter der Abteilung Engagementpolitik im BMFSFJ, stellt fest: „Bundesfreiwilligendienste, die die Arbeit mit Flüchtlingen in den Mittelpunkt stellen, sind auf einem guten Weg. Es ist uns deshalb ein großes Anliegen, dass die erfolgreichen Aspekte dieses Sonderprogramms in den kommenden Jahren fortgeführt werden können.

Jetzt teilen: